Prim. Dr. Thomas Ramsauer

Handchirurgie

Sehnenoperationen, Versteifungen, Mb.Dupuytren, Karpaltunnelsyndrom

Handchirurgie

Die Hand, von Aristoteles als das Werkzeug aller Werkzeuge bezeichnet, spielt im Alltag eines jeden Menschen sicherlich die größte Rolle. Einschränkungen der Funktion haben sofort bedeutende Auswirkung auf die Verrichtungen des täglichen Lebens, 
Bei Ringbandstenosen stellt eine relative Enge des Sehnenhalteapparates das Problem dar. Oft entsteht reaktiv ein Sehnenknötchen, das dann beim Durchziehen der Sehne durch das enge Ringband das sogenannte Schnellen des Fingers bedingt. Als Therapie der Wahl kommt hier eine Spaltung des Ringbandes im Rahmen einer lokalen Betäubung in Frage. 


Handchirurgie

WIEDERHOLTE SEHNENSCHEIDENENTZÜNDUGEN FÜHREN ZU ERKRANKUNGEN 

Nerveneinengungen, in erster Linie des Medianusnervs im Karpaltunnel (Karpaltunnelsyndrom ), aber auch des kleineren Ulnarisnervs, stellen die häufigste Indikation zur chirurgischen Intervention dar. Meist sind diese Erkrankungen durch wiederholte Sehnenscheidenentzündungen bedingt. Daher muss bei der Operation (Spaltung des Handgelenksbandes)  auch eine Entfernung des entzündlich veränderten Sehnenscheidenmaterials erfolgen.


ABNÜTZUNG DER GELENKE

Abnützungen betreffen in erster Linie die Fingerend- und Mittelgelenke sowie das Daumensattelgelenk. Seltener des Handgelenkes und der Fingergrundgelenke, hier häufig als Folge früherer Verletzungen oder rheumatischer Erkrankungen.
An den Fingerendgelenken bleibt als letzte Therapiemöglichkeit die Versteifung des schmerzhaften Gelenkes. Diese wird mit Drähten oder Schrauben durchgeführt. An den Mittel- und Grundgelenken kann auch die Möglichkeit eines Kunstgelenkes in  Betracht gezogen werden. Dies verspricht Schmerzfreiheit und eine verbesserte Beweglichkeit.
Am Daumensattelgelenk werden Kunstgelenke angeboten, wegen einer hohen Komplikationsrate wird von uns jedoch eine Resektionsarthroplastik bevorzugt. Hier wird ein Teil des zerstörten Gelenkes entfernt und die Stabilität mittels einer Beugesehnenaufhängeplastik wiederhergestellt. 

Handchirurgie

Am Handgelenk werden Teilversteifungen und Totalversteifungen mit Schrauben, Platten oder Drähten durchgeführt. 

Bei Minderdurchblutungen kann es zum schmerzhaften Absterben des Mondbeines im Handgelenk kommen (Lunatumnekrose, Lunatummalazie). Die Ursache dafür bleibt meist ungeklärt, eine Überlänge der Speiche kann dies jedoch begünstigen. Als erster Schritt wird versucht, die Durchblutung medikamentös anzukurbeln. Falls dies nicht gelingen sollte, kommen im Rahmen eines Stufenplans die Bohrung des Knochens, die Verkürzung der Speiche und die Entfernung des Handwurzelknochens in Frage. 


Handgelenk

Gelenks- oder Sehnenscheidenganglien, sog. Pseudotumore, stellen ebenfalls eine häufige Indikation zur Operation dar. Hier kommt es bei Bindegewebsschwächen und Überbeanspruchung zu vermehrter Gelenksflüssigkeitsansammlung und Abkapselung. Mit längerem Bestehen verfestigt sich die Flüssigkeit und wird eine gelartige Masse, die sich nicht mehr abpunktieren lässt.  

Unbekannter Ursache sind Kontrakturen und Verdickungen der Handflächensehnenplatte, Dupuytren'sche Kontrakturen oder Morbus Dupuytren genannt. Hier führen strangförmige Schrumpfungen der Sehnenplatte in der Handfläche zu teilweise bizarren Fehlstellungen der Fingergelenke. Das Herausschneiden der betroffenen Stränge ist

unumgänglich. Häufig treten diese Verdickungen wiederholt (Rezidiv) auf.

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